Die einsamsten Orte der Erde

Eine Reise zu den einsamsten Orten der Welt

Entdecke die unbekanntesten und entlegensten Orte der Welt!

Die einsamsten Orte der Welt: Auf der Weltkarte gibt es zwar keine weißen Flecken, aber es gibt trotzdem einige unbekannte Reiseziele und abgelegene Gegenden auf diesem Planeten, an die noch nie ein Mensch seinen Fuß gesetzt hat. Aber kann man diese entlegenen Orte noch selbst entdecken?

Die einsamsten Orte der Welt und weit abgelegene Natur

Die Natur ist nicht überall lebensfreundlich und die Ausbreitung der Menschen hat in den Regionen stattgefunden, an denen er auch irgendwie überleben konnte. Es gibt aber immer noch einsame Gegenden, die aufgrund der extremen Wetterbedingungen bis heute kaum erforscht sind. Dann gibt es noch entlegene Gebiete, die auf natürliche Weise, zum Beispiel durch Felsen oder Berge, abgegrenzt sind und teilweise noch nie besucht werden konnten. Diese Regionen sind als die entlegensten Orte der Welt bekannt und verfügen über komplett unberührte Natur, da noch kein Mensch aktiv eingreifen konnte.

Sacha (Jakutien) im nordöstlichen Russland gehört zu den einsamsten Orten der Welt

Einsamste Orte der Welt Jakutien Fluss LenaDie ganze Region der Republik Sacha ist von Permafrost überzogen. Der komplette Boden ist monatelang gefroren. Nur im Sommer taut der ewige Frost etwas an und lässt in tieferen Gegenden weitflächige Überschwemmungen entstehen. Das ganze Gebiet ist etwa so groß wie Europa ohne Skandinavien und Inseln. Die Bevölkerung ist dafür bedeutend geringer und erst im 14. Jahrhundert wanderten die ersten Menschen in die südliche Gegend ein und begannen, einen der entlegensten Orte der Welt zu bevölkern. In den Zeiten der Sowjetunion zogen dann nochmals ein paar russische Arbeiter in die abgelegene Gegend.

Die einsamsten Orte der Welt Sacha JakutienIn den zentralen Regionen von Sacha gibt es viele unbekannte Orte, in die noch nie ein Mensch seinen Fuß gesetzt hat. Die meisten kleineren Siedlungen und auch die Hauptstadt Jakutsk liegen an einem Fluss, der größte Teil der riesigen Republik ist aber aufgrund der extremen Wetterbedingungen nicht sonderlich erkundet worden. Wenn Du auf der Suche nach weit abgelegener Natur oder unbekannten Orten bist und keine Kälte scheust, bist Du hier genau richtig.

Laut einer Sage hat Gott bei der Erschaffung der Welt einen Engel mit einem Sack voller Reichtümer nach Sibirien geschickt. Über Jakutien wurden ihm allerdings die Finger von der Kälte so steif, dass er alles fallen lassen musste. Die ganzen Reichtümer wie Platin, Gold oder Silber sind in der einsamen Gegend auf den Boden gefallen. In seinem Zorn bestrafte der Engel die Region aber mit ewigem Wetter. Jakutien ist heutzutage für über 13 Prozent der weltweiten Diamantenförderung verantwortlich.

Der Gangkhar Puensum ist der höchste unbestiegene Berg der Welt

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Ein Beitrag geteilt von Yadav Ghimirey (@yadav_neofelis) am

Der Berg Gangkhar Puensum ist der zweithöchste Berg in Buthan und der höchste unbestiegene Berg der Welt. Die genaue Höhe wird mit 7570 Metern angegeben, jedoch stammen die Zahlen von einer britischen Expedition von 1986, die den Gipfel nicht erreichen konnte. Die Höhenangabe ist deshalb nie exakt bestimmt worden.

In der Region um den Berg gibt es viele unbekannte Orte und die Karten sind meistens ungenau. Der Grenzverlauf zwischen Buthan und der Volksrepublik China wurde hier nie geklärt. Ob der Berg komplett zu Buthan gehört, oder bald zu den schönsten Nationalparks in China gehört, steht deshalb immer noch nicht fest. In der abgelegenen Gegend zwischen Buthan und Tibet findest Du die einsamsten Orte der Welt und immer einen Ort, an dem Du wirklich allein sein kannst.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Ein Beitrag geteilt von #TheRoadLessTravelled (@theroadlesstravelled.in) am

Ab 1983 wurde es Bergsteigern vorübergehend erlaubt, auf den Gipfel zu klettern. In den drei Jahren darauf scheiterten vier Expeditionen an dem Versuch, den Berg zu besteigen. 11 Jahre später wurde das Bergsteigen über 6000 Meter Höhe wieder verboten, da die Gegend eine Wohnstätte von Göttern und Geistern ist. 1998 wurde der letzte Versuch unternommen, den Gipfel zu erreichen. Eine japanische Expedition bekam eine Lizenz zur Besteigung von Gankhar Puensum und konnte den nördlichen Nebengipfel Liangkang Kangri (7534 m) besteigen. Auf den eigentlichen Gipfel haben auch Sie es nicht geschafft.

Nordpatagonien in Chile zählt zu den entlegensten Orten der Welt

Die entlegensten Orte der Welt

Patagonien liegt im südlichen Teil von Südamerika und beherbergt die entlegensten Orte der Welt. Die Region wird durch die Anden getrennt, wobei es keine genaue Abgrenzung gibt. Westpatagonien liegt zum größten Teil in Chile, Ostpatagonien fast ausschließlich in Argentinien. Die Region in Chile bietet viele unbekannte Orte und weit abgelegene Natur. Die erste Straße wurde erst in den 80er Jahren gebaut und viele Landstriche wurden noch nie von Menschen besucht. Mit Regenwäldern, Gletschern, Fjorden und heißen Quellen ist Nordpatagonien einer der abwechslungsreichsten und entlegensten Orte der Welt.

Die entlegensten Orte der Erde

Etwas abseits der Straßen ist die Chance sehr groß, in dieser entlegenen Gegend noch etwas unberührte Natur zu finden, die vor dir noch niemand betreten hat. Bis auf vereinzelte Kolonistensiedlungen und Fischerdörfer gibt es nämlich nicht viele Menschen in Patagonien. Die nebeligen Urwälder, Meeresarme mit Seelöwenkolonien oder hängenden Gletscher machen die Gegend sehr interessant für Touristen. Hier befindet sich übrigens die größte Masse an Eis außerhalb von den Polarregionen. Die Straße führt etwa 1200 Kilometer durch die spektakuläre Landschaft und wird mehrfach von Fährverbindungen unterbrochen.

Im Tsingy de Bemaraha Nationalpark gibt es noch viele unbekannte Orte

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Ein Beitrag geteilt von Degree Noticias (@degree_noticias) am

Der Nationalpark Tsingy de Bemaraha liegt im Westen von Madagaskar. Der Name kommt vom madagassischen Ausdruck „Mitsingytsingyna“ und wird mit „auf den Zehenspitzen laufen“ übersetzt. Der Nationalpark besteht nämlich aus einem riesigen Wald von bis zu 30 Meter hohen und spitzen Kalksteinen. Zwischen den Nadelstein-Felsen befinden sich Höhlensysteme, Mangrovenwälder und kleine Seen, die ein Durchkommen zusätzlich erschweren oder fast unmöglich machen und überall unbekannte Orte in dem 723 km² großen Reservat versteckt halten.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Ein Beitrag geteilt von Leanne & Simon (@godeeptravel) am

Für die lange Anfahrt von Morondava über die Schotterpiste eignet sich am besten ein kleiner Geländewagen. Kurz vor dem Nationalpark muss ein kleiner Fluss mit einer Fähre überquert werden. Die Strecke ist übrigens nur in der Trockenzeit zwischen Anfang Mai bis November befahrbar.

Die Kalksteinnadeln stehen eng aneinander und bilden einen steinernen Wald. Der jährliche Niederschlag beträgt etwa 1000 mm und hält die Schluchten so gut wie immer feucht, nur auf den Karstflächen herrschen savannenartige Bedingungen. Die abgelegene Gegend wird im Süden von einem riesigen Canyon begrenzt und im Osten durch 400 Meter hohe Kliffe. An die unbekannten Orte wirst Du hier ohne Helikopter aber leider nicht herankommen.

Die abgelegensten Orte der Welt findest Du in der Namib Wüste

Die abgelegensten Orte der Welt

Die Trockenwüste Namib befindet sich an der Westküste Afrikas in Namibia und Angola. Sie grenzt an den Atlantik und ist somit eine der wenigen Küstenwüsten der Welt. In der endlosen Weite gibt es fast keine Tiere und noch weniger Menschen. Daher kommt auch der Name Namib, der so viel wie „Leerer Platz“ oder „Ort, wo nichts ist“ bedeutet. Zwischen den Sanddünen und weiten Ebenen findest Du auf jeden Fall die abgelegensten Orte der Welt, an denen noch nicht einmal die Nomaden gewesen sind. Der Lebensfeindliche Raum ist abseits der Touristenattraktionen wie der „Düne 45“ oder das Sossusvlei, eine Salz-Ton-Pfanne die von Sanddünen eingeschlossen ist, vollkommen unerforscht.

Die abgelegensten Orte der Erde

Die Namib ist die älteste Wüste der Welt. Die Entstehung der Dünenfelder hat etwa 2 Millionen Jahre gedauert, die Wüste existiert aber bereits seit 12 bis 20 Millionen Jahren. Die bekannten Sanddünen machen aber nur ein Fünftel der gesamten Wüste aus. Die Dünen im Namib-Naukluftpark zählen mit über 300 Metern zu den höchsten Sanddünen der Welt.