Die besten Tipps für Flugreisen und Vielflieger

Die besten Tipps für angehende Vielflieger

Wenn Du künftig sehr häufig fliegen musst, solltest Du dich dementsprechend anpassen

Für die meisten Menschen ist Fliegen zwar eine wiederkehrende, aber nicht ständige Komponente in ihrem Leben – die klassischen Reisenden, die sich alljährlich nur ein-, zweimal für den Urlaub an Bord begeben, um die schönsten Länder oder markantesten Städte zu besuchen.

Dann aber gibt es noch die andere Kategorie: Menschen, für die Fliegen zumindest ähnlich normal ist wie die Fahrt mit dem Auto. Natürlich, das können Personen sein, deren Beruf sie dazu zwingt. Ebenso gehören jedoch auch sehr Reisefreudige (Stichwort Weltreise) dazu, auch Paare in extremen Fernbeziehungen – Gründe, zumindest mehrmals im Quartal im Flieger zu sitzen, gibt es zuhauf. Das Problem: Wenn Du erst am Anfang deiner Vielfliegerkarriere stehst, hast Du oft überhaupt keine Ahnung, wie Du die häufigen Flugreisen angehen solltest; ja, oft nicht einmal, dass Du etwas anders handhaben solltest als ein „Normalflieger“. Für alle Vielflieger am Anfang ihrer Karriere ist dieser Artikel gedacht – er zeigt dir einige Kniffe, die das Reisen besser, effektiver, vergnüglicher machen – und vielleicht findet ja sogar der eine oder andere Routinier noch etwas, das er künftig besser machen kann.

1. Eine Kreditkarte mit Bonusmeilenprogramm besorgen

Vor allem wenn deine Vielfliegerei bedingt, die Eurozone zu verlassen, ist die Kreditkarte praktisch Pflicht – sie ist schlicht das simpelste, universellste Zahlungsmittel, das es derzeit gibt. Allerdings wäre es geradezu töricht, diese Notwendigkeit nicht mit dem Angenehmen zu verknüpfen – sehr viele Airlines haben Bonusmeilenprogramme, meist an spezielle Kreditkarten geknüpft. Umgekehrt haben auch einige Kreditkartenanbieter entsprechende Angebote, die allerdings i.d.R. mit bestimmten Fluglinien verknüpft sind.

Das bedeutet, Du solltest nicht blind nehmen, sondern dir zuvor die wichtigsten Informationen zu Bonusmeilenprogrammen durchlesen, um das für dich Passendste zu finden. Und dann gilt, wenn die Kreditkarte mit den Meilen verknüpft ist, sollte sie auch genutzt werden – natürlich in beide Richtungen, denn die Programme machen oftmals teure Artikel fast nebenher erschwinglich. Allerdings gilt auch: Bitte keine zu große Sammelwut, teilweise verfallen ungenutzte Meilen nach einem gewissen Zeitraum.

Falls deine Vielfliegermeilen beruflich gesammelt werden, sollte dein Chef sein schriftliches Einverständnis geben, dass diese auch zu privaten Zwecken eingelöst werden dürfen. Da gab es bereits 2006 ein wichtiges Gerichtsurteil.

2. Flugförderliche Nährstoffe in die Ernährung integrieren

Fliegen ist nicht nur anstrengend, Fliegen ist auch eine beständige Attacke aufs Immunsystem – und leider können Vielflieger nicht darauf hoffen, irgendwann eine „General-Immunität“ zu erlangen. Gerade auf den internationalen Strecken sind sie meist die ersten, die eine neue Krankheit bekommen.

Daraus ergeben sich einige Schwerpunkte, die du durch Nährstoffe abdecken solltest:

  1. Grundsätzlich sollten verstärkt Nährstoffe zum Einsatz kommen, die dein Immunsystem ganz allgemein kräftigen. Nötigenfalls auch als Supplements, etwa Brausetabletten oder Kapseln.
  2. Einige Tage vor den Flügen sowie auch währenddessen sollten Probiotika eingenommen werden – die reduzieren die durch die Druckbelüftung (auch im Flieger ist die Luft dennoch so dünn wie auf rund 3000 Metern Höhe) entstehenden Blähschmerzen im Verdauungstrakt.
  3. Ebenfalls schon vor den Flügen und unterdessen sollte die Flüssigkeitszufuhr maximal erhöht werden; auch hier sorgt die sehr trockene Druckbelüftung sonst für ausgetrocknete Haut und Schleimhäute – letztere ein weiteres Einfallstor für Krankheitserreger.

Zudem solltest Du den leckeren Versuchungen am Flughafen widerstehen. Die sind nicht nur vielfach unverschämt teuer, sondern meist auch ziemlich kalorienhaltig.

3. Wenn aufgegebenes Gepäck, dann Aluminium

Für Vielflieger ist es eigentlich das Beste, sich einen Gepäcktrolley zu besorgen, der bei der bevorzugten Airline in Sachen Packmaß und Gewicht als Handgepäck durchgeht; das macht es beim Check-In und am Zoll mit Abstand am einfachsten. Allerdings kommt diese Option oft nicht infrage – weil die Aufenthalte einfach länger dauern als der Inhalt eines derartig kleinen Gepäckstücks es gestattet.

Wenn Du demnach ein vollwertiges Gepäck benötigst, solltest Du Geld in die Hand nehmen – für Aluminium. Halte am Flughafen einmal aufmerksam die Augen auf. Du wirst nicht nur bei offensichtlichen Crewmitgliedern Rollkoffer aus dem Leichtmetall sehen. Keine schnöde Materialwahl, sondern höchst sinnvoll – Alu hält die Härten des Lufttransports, der kilometerlangen Gepäckbänder, des hektischen Ein- und Ausladens deutlich besser langfristig durch als normale Kunststoffkoffer oder gar Stofftaschen.

Zwar kostet dich ein hochwertiger Alu-Koffer durchaus einige hundert Euro oder gar mehr; dafür aber ist es ein Einmalkauf, der Millionen Flugkilometer klaglos mitmacht – und dabei durch diverse „Spuren“ auch eine unnachahmliche Patina entwickelt, die von einem harten Vielfliegerleben zeugt.

4. Alles bereit in der Bauchtasche

Mit den Dingen, die man am Flughafen und im Flieger benötigt, ist es so eine Sache. Spätestens an der Sicherheitskontrolle nötigen sie dich oft zu minutenlangem Ausräumen – und wurde eine Tasche vergessen, was beim typischen Business-Sakko ganz fix passiert, winkt die Security dich prompt heraus.

Wen Du jedoch den hochgelobten George-Clooney-Film „Up in the Air“ gesehen hast, hast Du vielleicht in seiner legendären „Vielflieger-Regeln“-Szene gelernt, dass Geschmeidigkeit an der Sicherheitskontrolle und sowohl beim Boarding wie Aussteigen buchstäblich Gold wert ist.

Diesen Wert gibt’s tatsächlich schon für wenige Euros, in Form einer Bauchtasche. Die mag zwar ziemlich touristisch wirken, aber:

  1. Sie ist ein großer Stauraum für alles zwischen Augentropfen, Kopfhörern, Reisepass und Portemonnaie.
  2. Kein Leerräumen der Kleidertaschen an der Sicherheitsschleuse. Die Bauchtasche wird einfach gelöst und zusammen mit dem Handgepäck in die Röntgenbox gelegt.
  3. Keine Staus im Gang, weil Kopfhörer und Co. aus Taschen und Handgepäck gefischt werden wollen. Abermals einfach Tasche lösen und ins Gepäcknetz vor dich stecken.

Übrigens: Selbst bei Low-Budget-Airlines werden Bauchtaschen in aller Regel nicht als Handgepäck angesehen.

Hochwertige und wasserfeste Bauchtasche
Faltbar, wasserfest und edles Design.

Fächer zur Sortierung und verstellbarer Gurt.

Genug Platz für Smartphone, Reisepass etc.

5. Dem Zeitzonenwechsel konsequent begegnen

Nicht für jeden Vielflieger endet der Flug in vergleichbaren Zeitzonen wie am Startflugplatz. Dann wird es gerade für geschäftliche Leistungsfähigkeit wichtig, deinem Körper und noch mehr deinem Geist die Umstellung durch cleveres Vorgehen so schonend wie möglich „aufzuzwingen“. Folgendes hilft dabei:

  1. Armbanduhren bzw. solche am Handy spätestens beim Einsteigen auf die künftige Ortszeit umstellen (sinnvoller Zeitvertreib für das Warten am Gate).
  2. Nach Möglichkeit einen Fensterplatz buchen. Wenn es geht, einen am vorderen Ende einer Reihe. So stören aufstehende Sitznachbarn nicht und Du kannst sogar die Beine ausstrecken – beides sehr schlafförderlich.
  3. Schon in den Tagen zuvor deine innere Uhr umstellen: Geht der Flug nach Westen, etwas später schlafen gehen, geht er nach Osten, etwas früher. Und: In der Nacht vor dem Flug so wenig wie möglich schlafen, dann ist dein Körper trotz Flug-Aufregung müder.
  4. Wenn irgend möglich Flüge buchen, die zu „normalen“ Schlafenszeiten in der Luft sind. Leider sind hier Business-Vielflieger im Nachteil, da deren Termine oft andere Prioritäten vorgeben.
  5. Sofern es machbar ist, keine Arbeit mit ins Flugzeug nehmen.

Und natürlich: Kein Koffein vor dem Flug. Idealerweise steigst Du so richtig müde in den Flieger.

6. Die Kleidung richtig flugtauglich gestalten

Wer es sich aussuchen kann, fliegt am besten in Sneakers, einer bequemen Trainingshose, kombiniert mit T-Shirt und einem Kapuzenpullover mit Reißverschluss. Bequemer und je nach Temperaturempfinden besser optimierbar geht es kaum. Du bist Geschäftsreisender? Dann ist das jedoch leider vielfach keine Option – da geht es oftmals nach der Landung direkt ins Meeting. Deine Businesskleider müssen also am Körper mitfliegen.

Hier bietet sich folgendes an:

  • Slipper bzw. ähnlich leicht abstreifbare Damenschuhe tragen. Und dazu im Handgepäck leichte Hausschuhe, Hüttenschuhe o.Ä. mitnehmen.
  • Sakkos, Blazer usw. auf links drehen, sorgsam zusammenlegen und so in den Überkopf-Stauraum packen, dass sie nicht zwischen die anderen Gepäckstücke geraten. Keinesfalls anbehalten, sonst verknittern sie und nehmen mitunter Körpergerüche an.
  • Dir einen speziellen Satz Hosen bzw. Röcke anschaffen, deren Bund hochelastisch ist. Hier gibt es mittlerweile Stücke, die kaum unbequemer als eine echte Trainingshose sind.
  • Eine zum Outfit passende Strickjacke dabeihaben, damit es in Hemd und Bluse nicht zu kühl wird.

Profis mit Hartschalen-Handgepäckstück haben übrigens darin ein frischgebügeltes, gefaltetes Hemd/Bluse sowie grundsätzliche Hygieneprodukte zwischen Make-Up, Waschlappen, Deodorant und Elektrorasierer. Im Zweifelsfall ist dein Look so auch auf Langstreckenflügen nach der Landung nicht minder frisch und geschäftsmäßig als vor dem Start.